Mallorca, Spanien, subtropisches Klima, Strand, Sonne, Meer. Party. Das lockt jährlich mehr als 3,5 Millionen Deutsche auf die größte Insel der Balearen. Doch fernab des Massentourismus kann man auch eine andere Seite Mallorcas entdecken.

Wissenschaftler gehen durch archäologische Funde davon aus, dass Mallorca seit ungefähr 3500 v. Chr. von Menschen bewohnt wird. Einst kamen die ersten Siedler über den Meerweg von Spanien oder Südfrankreich aus auf die Insel und lebten in Höhlen, die die Natur an den Küsten gebildet hatte. Später, wir befinden uns noch immer in der Zeit vor Christus Geburt, erbauten die Bewohner selbst Höhlen, welche zuerst als Grablager dienten. In der Folgezeit entsanden dann die Navetes, Steinbauten mit sehr dicken Wänden und einem hufeisenförmigen Grundriss. Diese Bauweise nennt man Zyklopentechnik und sie ist eine ganz typische Bauform der Jungsteinzeit im gesamten Mittelmeergebiet.

Immer weiter vergeht die Zeit, es kamen die Phönizier, die Griechen und schließlich die Karthager auf die Balearen. Danach kamen die Römer, gefolgt von den Maurern. Die spanischen Könige hatten die Balearen auch stets im Visir: Das eine Herrscherhaus erobert Mallorca, das andere vertreibt dieses und setzt sich als neuer Herrscher in Szene. Und dann, in den 1960 kommt er, der Massentourismus.

In diesem Sinne finden sich einige Sehenswürdigkeiten, die Geschichtsliebhaber interessieren könnten. Es gibt einige Klöster zu besichtigen, unter anderem das Kloster Lluc. Es wurde im 13. Jahrhundert gegründet und einige Räume dienen heutzutage als Museum. In der Kirche des Klosters kann man die Jungfrau von Lluc in ihrem Schrein beäugen, die 1884 den Segen des Papstes erhielt und zur Schutzpatronin der Mallorquiner wurde. Auch sehr interessant ist der Knabenchor, der jeden Tag singt, und das seit 1531.
Die kleine Stadt Muro beherbergt die Pfarrkirche Sant Joan Baptista mit seinem freistehenden quadratischen Glockenturm, aber auch das Museu Etnologic, Es ist ein Museum, in dem man sich landwirtschaftliche Geräte, Keramik und andere Ausstellungsstücke anschauen kann. Unweit vom Stadtkern befindet sich in einem historischen Gebäude eine Musikschule.

Um die kleine Kulturreise zu vervollständigen, darf die Ortschaft Andratx nicht unerwähnt bleiben. Die Römer gründeten im 2. Jahrhundert n.Chr. den Ort und auch die Araber ließen nicht ab von Andratx aufgrund des fruchtbaren Ackerlandes. Mittwochs ist Wochenmarkt.
Der Port d’Andratx ist einer der schönsten Häfen Mallorcas. Früher wurden hier die Artikel und Produkte für Adratx abgeladen, was den Hafen sehr attraktiv für Piratenüberfälle gestaltete. So wäre es sinnfrei gewesen, dort eine ständige Siedlung zu errichten, erst später siedelten sich vor allem Fischer an, die auch heute noch ihre Boote im Hafen stehen haben. Versuchen Sie es in einem der Restaurants am Hafen mit der großen Auswahl an Gerichten mit frisch gefangenem Fisch und Meeresfrüchten. Und das alles mit der frischen Meeresluft um die Nase.