Eingebettet in eine üppige Natur, die von einem Wasserfall aus einer Felsenquelle getränkt wird, liegt das Landgut La Granja in den mallorquinischen Bergen der Serra de Tramuntana bei Esporles und etwa 15 Kilometer von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca entfernt. Der rund 3.000 Quadratmeter große Gutshof wird von einem 20.000 Quadratmeter großen bewirtschafteten Garten umgeben, in dem über 90 Pflanzenarten wachsen, darunter beeindruckende Bäume, wie eine wahrscheinlich 1000-jährige Eibe mit eigenartigem Wuchs, einheimische Sträucher und duftende Kräuter und Blumen. Hier fühlen sich viele Tiere, wie Wachtel, rebhuhn, Fasan, Hase, Damhirsch und das mallorquinische Schwein sichtbar wohl. auch der schwarze Geier und andere Greifvögel, wie Falken sind schon gesichtet wurden.
Vom Weiler zum Landgut
Schon zu römischen Zeiten nutzten die Menschen die Felsenquelle zur Versorgung von Mensch und Tier. Seit 1229 bewohnte Graf Nuno Sans das Gehöft La Granja (10. Jahrhundert) und gab es ein Jahrzehnt später den Zisterziensermönchen, die hier ihr erstes Kloster auf Mallorca gründeten. Die Mönche bearbeiteten das Land über zwei Jahrhunderte lang. Danach wurde das Kloster in das heutige Landgut umgebaut. Hier lebten die Menschen schon immer autark und versorgten sich mit allem Notwendigen selbst.
auch heute noch werden hier verschiedene Weine selbst hergestellt. Zweimal in der Woche werden traditionelle Handwerkstechniken vorgeführt sowie weiteres Brauchtum und Dressuren gezeigt. La Granja ist heute ein Freilichtmuseum geworden, das Einblick in die mallorquinische Lebensweise der Mönche und Gutsbesitzer gewährt.
Ein Freilichtmuseum im authentischen Gewand
La Granja ist ein typisch mallorquinisches Landgut mit großem Herrenhaus, einem Hof mit Springbrunnen und Privatkapelle, Wassermühle, Ställen mit Nutztieren, remisen und verschiedenen Werkstätten mit ausstattung. Die Salons, Wohn- und Schlafräume des Herrenhauses sind mit Mobiliar aus der Zeit der renaissance, des Barocks und im florentinischen Stil bestückt. auch Diele, Speisesaal, arbeitszimmer, Bügelzimmer und Küche sind originalgetreu möbliert. Die handwerkliche Kunst der Spinner, Färber, Weber, Schuster, Schmuckmacher, Parfümhersteller, Drescher, Seilmacher, Klempner, Töpfer, Korbmacher, Kerzengießer, Schmiede, Tischler, Schreiner und Drechsler wird anhand alter Geräte und Hilfsmittel gezeigt.
Dem Gutsherren oblag früher auch die Gerichtsbarkeit und daher kann im Keller ein Verlies mit Folterinstrumenten besichtigt werden. Hier befanden sich aber auch das Kornlager, eine von Zugtieren betriebene Kornmühle und eine Käserei.
Daneben gibt es auf dem Landgut La Granja ein restaurant, das auch für private oder geschäftliche Feierlichkeiten gebucht werden kann und seine Gäste mit typisch mallorquinischer Küche verwöhnt. Hausgemachte Konfitüre, süßes Feigenbrot, schmalzige Bunyols und die selbst gekelterten Tropfen können hier verkostet und mit nach Hause genommen werden.













